Welche Werbung ist am besten für mein Unternehmen?

 

Schon Henry Ford sagte, „wer nicht wirbt, stirbt!“ Doch welche Werbung oder Werbeform ist für mein Unternehmen die beste? Grundsätzlich gilt, der richtige Mix macht es!

Werbeweg

Das Grundprinzip

Wie schon in einigen anderen Beiträgen geschrieben, empfehle ich Ihnen auch hier einen kurzen Rollenwechsel. Stellen Sie sich vor, Sie stehen morgens auf, schalten das Radio ein und eine sympathische Stimme empfiehlt Ihnen ein Produkt. Der Spot ist gut gemacht und spricht Sie an. Eine knappe Stunde später sitzen Sie im Auto auf dem Weg zur Arbeit und halten an einer Ampel. Beim Blick aus dem Fenster sehen Sie eine große Plakatwand, Bild: Eine nette junge Frau bietet Ihnen ebenfalls das schon am Morgen gehörte Produkt an. Kaum 30 Minuten Später sitzen Sie im Büro und wollen nur eben schnell das wichtigste zum Tag lesen und Ihr Blick fällt auf eine Ansprechende Werbeanzeige zum besagten Produkt. Prinzip verstanden? Unterschiedliche Orte, Situationen und Sinneswahrnehmungen, alle mit einer Botschaft, so prägen sich Botschaftern ein. Das Schlüsselwort lautet Crossmedia.

Die richtige Herangehensweise

Was bedeutet das für Sie persönlich? Häufig testen Unternehmer verschiedenen Werbeaktionen nacheinander. Hat die eine Werbeform nicht den gewünschten Effekt, wird die nächste ausprobiert. Dabei wird vergessen, die einzelnen Maßnahmen mit einander zu verzahnen. Sie planen eine Werbekampagne im Radio? Unterstützen Sie diese Kampagne im gleichen Zeitraum mit einer Wurfsendung oder Anzeige. Nutzen Sie vor allem kostenlose Maßnahmen wie Mailing und Pressetexte.

Werbe- und Kommunikationsformen

Fast jede Werbe- und Kommunikationsform hat ihre Berechtigung, da sie ganz bestimmte Stärken hat. Die Frage lautet also, welche Stärken sind für meine Aktion die wichtigsten?

Wie ausgeprägt die einzelnen Stärken sind, hängt letztlich auch vom Anbieter vor Ort ab. Eine Stärke von Hörfunkwerbung ist z.B. die meist hohe Reichweite. Hat Ihr Sender vor Ort allerdings eine schlechte Reichweite, ist diese generelle Stärke nur bedingt zu nutzen.

Hörfunkwerbung:

  • + Hohe Reichweite. Regionalisierung. Kurzfristig buchbar. Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Persönliche Ansprache. Sehr kreative Möglichkeiten. Wird auch mobil genutzt. Häufig letzter Werbekontakt vor dem Einkauf.
  • – Nebenbei Medium, Mehrfachkontakt erforderlich. Adressen, Telefonnummer, etc. sind schwer zu kommunizieren.

Fernsehwerbung:

  • + Hohe Reichweite. Bild und Ton für die Botschaft.
  • – Hohe Kosten. Aufwändige Spotproduktion. Wenig Regionalisierung.

Anzeigen:

  • + Gute Regionalisierung. Zielgruppengenau. Hohe Reichweite. Eine Zeitung wird häufig mehrfach gelesen. Anzeigen können mitgenommen und mehrfach angesehen werden. Daten wie Preise, Adresse, Telefonnummer können gut kommuniziert werden.
  • – Im Verhältnis zu anderen Maßnahmen recht teuer. Wenn nicht gerade eine oder eine halbe Seite geschaltet wird, sind Platz und Gestaltungsmöglichkeiten recht begrenzt. Eine kleine Anzeige wird schnell übersehen/überlesen.

Plakatwerbung:

  • + Kaum zu übersehen. Gute Regionalisierung. Viel Platz für visuelle Botschaften. Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
  • – Unflexibel bei Änderungen. Visuell nur für kurze Werbebotschaften geeignet. Gute Ideen und Konzeption erforderlich.

Mailing:

  • + Relativ günstig bis kostenlos. Angebote und Aktionen können ausführlich beschrieben und erklärt werden.
  • – Gehen im Alltag schnell unter.

 

Die einzelnen Schritte

  1. Formulieren Sie ein Kampagnenziel. Was wollen Sie erreichen? Ab wann ist die Aktion ein Erfolg? Wie viele Kunden/Besucher wollen Sie gewinnen?
  2. Legen Sie ein Budget für die Kampagne fest. Versuchen Sie nicht auf Kosten der Qualität zu sparen, kalkulieren Sie realistisch und professionell
  3. Benennen Sie den Aufhänger Ihrer Werbekampagne. Eine Neueröffnung oder Produkteinführung, ein Jubiläum oder ein Tag der offenen Tür
  4. Formulieren Sie Stichpunkte zu Ihrer Aktion. Was, wann und wo? Warum diese/s Produkt/Dienstleistung/Event? Warum sollten die Leute kommen? …
  5. Notieren Sie sich alle Werbe- und Kommunikations-Formen die für Sie in Frage kommen. Radio, Anzeige, Plakat, Wurfsendung, Mailing, Promotion, etc.
  6. Legen Sie einen Kampagnenzeitraum fest. Wann startet die erste Schaltung/Maßnahme, wann endet die letzte (Im Kalender eintragen)
  7. Prüfen Sie die Kosten für die einzelnen Kommunikationsmaßnahmen in Bezug auf Ihr Budget, holen Sie sich Angebote ein.
  8. Markieren Sie im Kalender die einzelnen Kommunikationsmaßnahmen. Wann startet die Schaltung, wann geht das Mailing raus, … ?
  9. Überlegen Sie sich, welche Werbemittel Sie für die einzelnen Maßnahmen benötigen. Fertigen Sie diese an oder geben Sie diese in Auftrag
  10. Geben Sie den Startschuss und dokumentieren Sie den Effekt Ihrer Kampagne.  Nutzen Sie diese Daten für eine anschließende Analyse.

Die Analyse

Unterm Strich sollte jede Werbemaßnahme den Erfolg Ihres Unternehmens (Umsatz, Bekanntheit, etc.) erhöhen. Bedenken Sie jedoch, dass Werbeeffekte auch verzögert wirken. Es ist nicht davon auszugehen, dass am ersten Tag Ihrer Kampagne sofort „die Bude brennt“. Vor allem wenn Sie am Beginn Ihrer Unternehmung stehen und es sich um erste Werbemaßnahmen handelt, lassen sichtbare Erfolge gerne etwas auf sich warten. Es ist wesentlich einfacher ein bekanntes Unternehmen oder Produkt zu bewerben als völlig neu zu starten. Es ist wesentlich einfacher einen bestehenden Kundenstamm zu erweitern als die ersten Kunden zu gewinnen.

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Text: © topradiospot | Bild: © bluedesign – Fotolia.com

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